SmartJoin – Fügeverfahren-Auswahlassistent

Neutral · verfahrensübergreifend · in Anlehnung an DIN 8593
DEMO
Hinweis: Diese Empfehlungen beruhen auf eigener ingenieurtechnischer Erfahrung und allgemein anerkannten fügetechnischen Grundsätzen, in Anlehnung an gängige Normen und technische Regelwerke (u. a. DIN 8593, ISO 857-1). Sie begründen keine Normkonformität und sind keine verbindliche Auslegung. Sicherheitsrelevante bzw. tragende Verbindungen erfordern die Prüfung durch eine Fachkraft (z. B. Schweißfachingenieur). Jede Empfehlung nennt ihre Begründung direkt darunter.

Deine Verbindung

Bauteil 1
Bauteil 2
Relative Klasse (Größenordnung) – keine €-Zusage

Empfehlung

Eingaben wählen und „Verfahren empfehlen" klicken.
In der Pro-Version folgen: konkrete Prozessfenster, Prüfkriterien (Norm-Verweise), Kostenvergleich, Fehlerbilder und ein Auslegungs-PDF — plus direkter Absprung in die passenden Rechner (SmartWPS, SmartMSG, SmartLSS, SmartWBS). Kernlogik der Pro-Version bleibt geschützt.

Wie SmartJoin entscheidet

SmartJoin arbeitet nach dem Ausschluss- und Eignungsprinzip (Ordnungssystem der Fügeverfahren in Anlehnung an DIN 8593):

  1. Harte Ausschlüsse zuerst: Werkstoffpaarung (z. B. Stahl+Alu schmelzschweißen → spröde intermetallische Phasen → ungeeignet), Blechdicke, Zugänglichkeit.
  2. Eignung der verbleibenden Verfahren gegen deine Hauptanforderung (Festigkeit, Dichtheit, Verzug, Mischverbindung, Kosten, Demontierbarkeit).
  3. Transparente Begründung: jede Ampel nennt die Regel, die gegriffen hat — kein „Black-Box"-Score.

Die Kriterien-Systematik folgt anerkannten fügetechnischen Ordnungs- und Auswahlprinzipien (u. a. DIN 8593, ISO 857-1). Jedes empfohlene Verfahren zeigt ein qualitatives Wirtschaft/Technik-Profil (Investition, Stückzahl-Eignung, Flexibilität, Automatisierbarkeit, lösbar/nicht lösbar).

Die Bewertungen sind eigenständige fachliche Einschätzungen aus ingenieurtechnischer Praxis. Die Pro-Version ergänzt geprüfte Parameter/Prozessfenster.

Glossar / Abkürzungen

KürzelBedeutung
MAG/MIGMetall-Aktiv-/Inertgasschweißen (Schutzgas-Lichtbogenschweißen mit abschmelzendem Draht)
WIGWolfram-Inertgasschweißen (nicht abschmelzende Elektrode, hohe Qualität)
RSWWiderstandspunktschweißen (Resistance Spot Welding)
FSWRührreibschweißen (Friction Stir Welding) – Fügen im teigigen Zustand, ohne Aufschmelzen
SPRStanznieten (Self-Pierce Riveting) – Halbhohlniet, kein Vorloch
FDSFließlochschraube (Flow Drill Screw) – einseitiges Verschrauben ohne Gegenhalter
ClinchenDurchsetzfügen – kaltes mechanisches Verklammern ohne Zusatzelement
BuckelschweißenWiderstandsschweißen an vordefinierten Buckeln/Erhebungen
LMELiquid Metal Embrittlement – Lötbrüchigkeit: flüssiges Metall (z. B. Zink) dringt unter Wärme in Korngrenzen → Rissbildung
ZfPZerstörungsfreie Prüfung (Sicht-, Ultraschall-, Röntgenprüfung usw.)
NE-MetallNichteisen-Metall (z. B. Aluminium, Kupfer)

Über SmartJoin & Grenzen

Zweck: neutrale, herstellerunabhängige Erst-Orientierung, welches Fügeverfahren für eine Werkstoff-/Anforderungskombination in Frage kommt — praxis- und schweißnah, deutschsprachig.

Bewusste Grenzen dieser Demo:

  • Qualitativ (Ampel + Begründung), keine Zahlenwerte/Parameter.
  • Keine verbindliche Auslegung, kein Ersatz für fachliche Prüfung.
  • Vereinfachte Regel-Logik; Sonderfälle (Beschichtungen, Festigkeitsklassen, Korrosion, Zyklus) werden erst in der Pro-Version berücksichtigt.
  • Menschliche Freigabe (Human-in-the-loop) bleibt Pflicht bei sicherheitsrelevanten Verbindungen.

Ein systematischer Auswahlansatz ist fachlich etabliert (u. a. Fraunhofer-Forschung „JoinIT", TU Braunschweig, KIT). SmartJoins Beitrag ist die neutrale, verfügbare, praxisnahe Umsetzung mit Anschluss an konkrete Auslegungsrechner.